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Behandlungsleitbild

Unser Behandlungsleitbild

Wir respektieren die Würde der Bewohner und pflegen nach persönlichen Wünschen.

Unser Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige und liebevolle Pflege zu garantieren, die auf neuesten Erkenntnissen der Pflegewissenschaft und medizinischen Versorgung basiert.

Gegenseitiger Respekt und Vertrauen zwischen Pflegekräften und Patienten sind die Grundlage, um den uns anvertrauten Menschen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln.

Unsere Pflege ist sowohl für die Bewohner als auch für die Angehörigen transparent.

Die übergreifende Zusammenarbeit von Angehörigen, Ärzten, Therapeuten, Reinigungskräften, Küchen- und Wäschereiangestellten und der Verwaltung ist eine wichtige Voraussetzung für unsere Arbeit. Selbstverständlich immer unter Berücksichtigung der Schweigepflicht und des Datenschutzes.

Gute Zusammenarbeit zeigt sich in unserem Therapiezentrum durch kollegialen Umgang, qualifizierten Informationsaustausch, geregelte Dienstbesprechungen und regelmäßige Fortbildungen unseres Teams.

Das andere Leben

Der Zustand von Wachkomapatienten liegt zwischen Leben und Tod. Dieser Zustand ist geprägt von Wach- und Schlafphasen. In Abhängigkeit von Belastungsmomenten sind in Wachphasen beispielsweise die Augen für längere Zeit geöffnet.

Typische Merkmale des apallischen Syndroms (Wachkoma) sind:

  • lange Schlafphasen
  • kurze Wachphasen
  • Reflektorische Primitivmotorik
  • ausgeprägter Muskeltonus (Spastik)
  • keine Reaktionen auf Reize oder Emotionen
  • Spontanatmung

Ob ein Patient aus dem Wachkoma aufwacht, zeigt sich anfangs an kleinen Auffälligkeiten des Betroffenen. Bei bestimmten Situationen, Behandlungen oder Begegnungen mit anderen Personen können beispielsweise Reaktionen wie schneller Herzschlag, schnelle Atmung, Schweißausbrüche, Anspannungserscheinungen erste spezifische Anzeichen einer beginnenden Kommunikation sein.

Menschen im Wachkoma oder mit schweren Hirnschädigungen können ganz unterschiedliche komplexe Krankheitsbilder aufweisen. Für Wachkoma gibt es keine einheitliche Definition. Eine Analyse sollte nicht nur biologisch-medizinisch erfolgen, sondern unbedingt auch alle subjektiven Faktoren individuell berücksichtigen. Menschen im Wachkoma leben in zwei Welten. Der Funktionsausfall der Großhirnrinde macht sich durch eine starke Bewusstseinsstörung bemerkbar. Unser Haus widmet sich vorrangig der Langzeittherapie von Menschen mit schweren Schädel-Hirnverletzungen oder neurologischen Systemerkrankungen. Unser Therapiekonzept und jahrelange Erfahrung zeigen immer wieder, dass es einen Weg zurück ins Leben geben kann.

Therapie und Hoffnung

Nach Untersuchungen des Bundesverbandes „Schädel-Hirn-Patienten in Not“ fallen jährlich zwischen 3000 bis 5000 Menschen unterschiedlicher Altersklassen ins Wachkoma (apallisches Syndrom). Viele von Ihnen müssen den Rest ihres Lebens in diesem Zustand verbringen.

Doch es gibt einen Weg zurück. Eine frühzeitige Rehabilitation und Therapie kann die Verbindung zwischen Innen- und Außenwelt teilweise und in seltenen Fällen auch vollständig wieder herstellen.

Unsere Therapiemethoden bauen auf den Reserven des Gehirns auf, die bei der schweren Verletzung des Gehirns erhalten geblieben sind. Das können beispielsweise die Vitalfunktionen sein.

Zu unserem Therapiekonzept gehören vor allem die emotionale Zuwendung, Kontakt und Ansprache der Patienten.

Durch Aktivierung und Training aller Funktionsbereiche werden Leistung und Zusammenspiel der verschiedenen Hirnregionen verbessert.

Gezielte Übungen vermitteln, erleichtern und beschleunigen diesen Prozess. Selbst Bewohner mit schweren Funktionsbeeinträchtigungen können durch geeignetes Training erstaunliche Leistungssteigerungen erreichen.